Privatpilot

Heute war mein Checkride mit Dale Morris. Erst nocheinmal eine mündliche Prüfung und danach der eigentliche Checkride. Im mündlichen Teil fragte mich Dale wieder über einige theoretische Dinge aus. Nachdem ich ja letzte Woche den fast 4-stündigen Stage-Check hinter mich gebracht hatte, war diese Stunde relativ unspektakulär.

Nach einer kleinen Pause machte ich dann den Preflight und nachdem Dale am Heli erschien ging es los. Da Dale nur als Passagier agierte wies ich ihn noch wie einen normalen Passagier ein. Wie er den Gurt zu benutzen hat und noch einige andere Dinge. Nachdem wir im mündlichen Teil schon darüber gesprochen hatten, sagte ich ihm dann aber, daß ich es aufgrund seiner Erfahrung doch mehr als angemessen empfinden würde, wenn er in einem echten Notfall doch bitte die Controls übernehmen würde.

Nachdem ich auf meinen Stagechecks immer Funkprobleme hatte, durfte das heute natürlich auch nicht fehlen. Ich konnte den Tower kaum verstehen und so verzögerte sich unser Abflug ein wenig weil ich unweit des Flughafens kreisen mußte um nicht durch den Anflugbereich des Runway 20 zu fliegen.

Kurz danach flogen wir über Forest Grove und Dale wollte, daß ich den Skyport finde. Da ich diesen nur einmal gesehen hatte, hoffte ich stark, daß ich ihn finden würde. Also flogen wir Richtung Norden und kurze Zeit später waren wir dann aber dort. Dann machten wir noch ein Settling with Power. Dabei kamen wir dem Hillsboro Luftraum ein wenig nahe und dann passierte das, was alle erzählten. Dale wurde ein wenig lauter und versuchte mich unter Druck zu setzen.

Wir flogen dann noch einen simulated Low-RPM und einen Off-Airport um dann zum Flughafen zurück ins Charlie-Pattern zu fliegen. Im Charlie-Pattern flogen wir dann noch einige Manöver, zu denen es teilweise Kommentare von Dale gab. Dann sagte er plötzlich: “OK, fly back to the ramp”. Das war der Moment in dem ich dachte, daß es das gewesen wäre. Durchgefallen! Mist verbockt. Alles schlecht.

Nachdem wir gelandet waren kam noch der Post-Flight und auf dem Fußweg zurück in die Schule sagte er dann daß ich bestanden hätte. Ein riesen Stein fiel mir vom Herzen und ein Grinsen meißelte sich mir ins Gesicht. Ein wenig Papierkram mußte noch erledigt werden und nun bin ich offiziell ein “Privat Pilot Rotorcraft”.

Zwischenstand Privatpilotenlizenz

Da sich jetzt einige Tage nichts tun wird, hier ein kleiner Zwischenbericht:

ich habe vorgestern meinen zweiten Flug mit Daniel gehabt. Da ich bei meinem ersten Stage Check 2 ja die Autorotationen “versaut” habe mußte ich nochmal mit ihm fliegen. Jon und ich hatten vorher nochmal geübt und so war ich diesmal gut vorbereitet um Daniel einige schöne Autorotationen zu zeigen.

Da er leider vergessen hatte mich für das Charlie-Pattern einzutragen, flogen wir nach Mulino. Dort hatten wir unsere Ruhe und ich flog erstmal einen normalen Anflug. Dieser lief wunderbar und so sollte ich dann eine Autorotation fliegen. Die war wunderbar, was mir Daniel auch bestätigte. Die darauf folgende 180-Grad Autorotation lief ebenso wunderbar. Daniel wollte dann noch Hover-Autorotationen sehen und dann flogen wir wieder nach Hause.

Auf dem Nachhauseweg fragte er mich, ob er mir eine Zero-Airspeed-Autorotation zeigen solle. Klar wollte ich eine sehen und so stiegen wir auf 2000 Fuß und verlangsamten unseren Flug, so daß wir einen Hover machten. Dann drehte Daniel das Gas ab und wir begannen zu sinken. Senkrecht nach unten. Er zeigte mir dann in der Autorotation noch Pedal-Drehungen, nahm dann langsam Geschwindigkeit auf – alles in der Autorotation – und steuerte dann auf den Landeplatz zu. Circa 500 Fuß über dem Boden gab er dann wieder Gas und wir setzten unseren Heimflug fort.

Es war eine schöne Demonstration was man alles machen kann, selbst wenn man einen Motorausfall in einem Hubschrauber hat.

Jetzt muß ich leider noch einige Tage warten um meinen Private-Checkride machen zu können.

Woodburn Factory Outlets und Portland

Nachdem Roland und ich einige Tage frei hatten, beschlossen wir uns einen Tag ein Auto zu mieten und nach Woodburn zu fahren um uns die dortigen Outletstores anzusehen. Anschließend wollten wir nach Portland fahren um uns die Innenstadt mal bei Tageslicht und in Ruhe anzusehen.

Gesagt getan war es gestern so weit und wir standen früh auf um uns das Auto zu mieten. Dies war problemlos möglich und kurze Zeit später fuhren wir – dank meines Navis – zielsicher Woodburn entgegen. Einige Meilen südlich von Portland gelegen sind dort diverse Outletstores in einer Art Zentrum gebaut. Als wir dort ankamen und vor der Übersichtskarte standen konnten wir unseren Augen fast nicht trauen. Circa 60-70 Geschäfte – jedes ein Factory-Outlet – das Einkaufsparadies für jeden Europäer.

So brauchten wir fast 4 Stunden um uns ein wenig umzusehen und den ein- oder anderen Dollar auszugeben. Ich kaufte mir zwei paar Nike Turnschuhe für etwas unter 80 Dollar (ca. 50 Euro) und zwei Shirts von Ralph Lauren für unter 20 Dollar (ca. 12 Euro). Roland konnte seine Finger nicht von einer Jacke von Ralph Lauren lassen, die von 350 auf 99 Dollar gesetzt war. Was diese in Deutschland kosten würde wagten wir nicht mal zu überschlagen.

Wer auch immer mich hier in Amerika besuchen kommt, wird definitiv einen Tag in Woodburn einplanen wollen.

Nach einer kleinen Mahlzeit machten wir uns auf den Weg nach Portland Downtown um uns dort auch mal bei Tag umzusehen. Wir waren zwar schon 2 Mal dort, aber immer Abends. Nun sahen wir uns auch dort einmal um. Portland ist eine ziemlich schöne Stadt. Diverse Parks, ziemlich viel grün und vor allem ist eigentlich alles vom Zentrum aus zu Fuß zu erreichen. Auch ein kleiner Spaziergang am Willamette River durfte nicht fehlen. Dieser führte uns dann auch am Heliport vorbei, den wir zum ersten Mal “von unten” sahen.

Portland Downtown

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